Allende Bürgerinitiative
"Willkommen
im Allende-Viertel!"
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Bürgerinitiative „Willkommen im Allende-Viertel!“

Eine Bürgerinitiative des Allende-Viertels fand sich vor über vier Jahren zu ersten gemeinsamen Aktionen: Sie schaffte es, die Büste Salvador Allendes an einem würdigen Ort zu platzieren, stellte informative Kieztafeln auf, weckte ehrenamtliches Engagement für den denkmalgeschützten Volkspark und dokumentierte die Geschichte des Allende-Viertels.

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Eine besondere Herausforderung ergab sich Ende 2013 mit der Einrichtung des ehemaligen Seniorenheims als Flüchtlingswohnheim. Weitere Bürger schlossen sich der Bürgerinitiative an, um den geflüchteten Menschen ein Willkommen zu signalisieren und das Salvador-Allende-Haus aktiv zu unterstützen. Seither wurden durch die Mitglieder der Initiative Unmengen Kleiderspenden der Bürger für die neuen Bewohner des Kiezes aufbereitet, Kinderfeste und Ausflüge für die jüngsten Heimbewohner organisiert, die Zusammenarbeit mit den Schulen gefördert, Geschenkpäckchen für die Kinder zur Weihnachtszeit gepackt, persönlich Familien betreut und ihnen geholfen, in eigenen Wohnungen ein neues Leben aufzubauen. Dass das Flüchtlingsheim heute wie selbstverständlich zum Kiez gehört, ist sehr wohl dem unaufgeregten nachbarschaftlichen Engagement dieser Bürgerinitiative zu verdanken. Sie ging dabei auch Konflikten nicht aus dem Weg, setzte sich mit rassistischen Gerüchten auseinander, diskutierte mit Gegnern des Heims und verfasste eine Petition gegen ihrer Meinung nach unangemessene Verwaltungsentscheidungen des Berliner Senats.

Heimhaus

Ihre Meinung zählt mittlerweile etwas bei den Berliner Behörden, im Bezirksamt, bei der degewo und der Amtsfeldwohnungsbaugenossenschaft, bei der Polizei, den Schulen im Wohngebiet, anderen ehrenamtlichen Initiativen wie Allende II hilft e.V. und Vereinen weit über das Allende-Viertel hinaus. Zur Bürgerinitiative gehören ganz unterschiedliche Menschen: Rentner und Berufstätige, Parteilose und Parteigebundene, Linke, Sozialdemokraten und Liberale; zwei aus ihren Reihen wurden jüngst in das Abgeordnetenhaus von Berlin bzw. in die BVV von Treptow-Köpenick gewählt.

Ihr Engagement ist breit gefächert und hat mittlerweile wieder mehr das ganze Wohngebiet und die Interessen aller Bewohner im Blick. Gute Nachbarschaft ist das erklärte Ziel. So wird intensiv daran gearbeitet, in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt und dem Heimatverein Köpenick den Volkspark zu einer wahren Erholungsoase des Kiezes zu machen. Alle Bürger des Wohngebiets wurden darüber mit einem Flyer informiert. Die schöne Gartendenkmal wurde bereits gründlich renoviert, neue Stauden gepflanzt und frische Zwiebeln gesteckt, der Spielsand für die Kleinsten ausgetauscht. Alle Mülleimer und Parkbänke wurden erneuert. Davon konnten sich alle Anwohner zu einem gut besuchten Ballon- und Drachenfest Anfang Oktober überzeugen.

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Um den Vandalismus weiterhin zu bekämpfen, werden demnächst die Mülleimer im Park mit farbigen Köpenicker Fotomotiven beklebt. Schüler der Bölsche-Schule Friedrichshagen verschönern phantasiereich die bislang hässlichen Funktionsgebäude der Gärtner. Und im Frühjahr lädt eine neue wetterfeste Tischtennisplatte zu privaten Turnieren ein.

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Darüber hinaus beleuchtet die Bürgerinitiative auch weiterhin kritisch Probleme. So fragte sie jüngst den Köpenicker Bürgermeister, was aus seinem Versprechen wurde, für die am Containerdorf gefällten Kiefern Ersatzpflanzungen im Park und im Kiez zu sorgen.

Gesucht werden für die vielfältigen Aktivitäten der Bürgerinitiative weitere ehrenamtliche Helfer, so zur Kinderbetreuung im Flüchtlingsheim oder als Parkranger für die weitere Verschönerung und Sauberhaltung des Parks.

Wir wollen Bewohnern, Besuchern, Touristen und Asylbewerbern mit Tatkraft weiterhin sagen können: „Willkommen im Allende-Viertel!“